Schulpflicht für Papa und Mama

Eine Berliner Schule betritt pädagogisches Neuland und nimmt die Eltern mit verbindlichen Seminaren in die Pflicht. Und das Schöne daran ist – sie hat damit Erfolg.

Grundsätzlich haben die Eltern, die an diesen Seminaren teilnehmen keine andere Möglichkeit als mit Anwesenheit zu glänzen, denn der Besuch dieser Seminare ist die Voraussetzung dafür, dass ihre Kinder an der Hauptschule aufgenommen werden. Wie in vielen Berliner Schulen gibt es an dieser Schule mehr Anmeldungen als freie Plätze.

Mutter und Vater müssen zum „Unterricht“ antreten – wer nicht mag muss sich wohl oder übel um einen anderen Schulplatz für seinen Filius kümmern. Dreimaliges zu spät kommen hat dieselben Folgen.

Wir sind eine Schule, die klare Grenzen setzt und klare Regeln hat, und wenn sich die Jugendlichen nicht daran halten, dann hat das Konsequenzen.

Im Seminar wird über Kindergrenzen, Erziehungsmethoden und gesellschaftliche Normen gesprochen. Und offensichtlich sind sich ein Großteil der Eltern nicht ganz im Klaren darüber, wie sie mit bestimmten Dinge umgehen sollen. So wissen 2 von 3 Eltern nicht, wie sie ihren Kindern Grenzen setzen sollen. Die Gratwanderung zwischen loben und bestrafen ist schmal.

Die Arbeit an der Schule soll durch die Kurse transparenter werden. Nur wenn Eltern die Regeln kennen und sie mittragen, sei es möglich, an einem Strang zu ziehen. Das sei gerade an Hauptschulen sehr wichtig, wo sich die entmutigten und ausgesonderten Kinder sammeln, viele von ihnen mit schwierigen Biografien und starken Lernstörungen.

Eine Supergeschichte wie ich finde, die in der heutigen Zeit absolut notwendig ist. Toll – ab Herbst werden weitere 15 Schulen solche Kurse für Eltern anbieten, wobei anbieten in diesem Fall das falsche Wort ist. Manche muss man halt zu ihrem Glück zwingen.

Der gesamte Beitrag zu diesem Thema kann hier nachgelesen werden.

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