Rocky is back

Der Hero meiner Jugend, der italienische Hengst des Boxrings ist zurück … und NEIN ich wollte unter gar keinen Umständen in diesen Film gehen. Warum sollte ich mir meine Erinnerungen an mitreißende Trainingseinheiten, muskulösschwitzende Körper, aufgeschnittene Überaugenwulste und den garantierten Sieg des Guten über das Böse nehmen lassen?
Wer ist damals nicht eine Treppe emporgestiegen mit dem Gedanken, oben angekommen, sich jubelnd umzudrehen? Wer hat nicht seine kaputtesten Klamotten rausgesucht, um durch den Mief einer Großstadt zu joggen? Und nun will ein 60-jähriger Mann nochmal in den Ring steigen und mir diese Erinnerungen kaputt machen? Mal ganz davon abgesehen, dass man merkt, wie alt man eigentlich selber geworden ist.
Es wird schon einen Grund haben, dass der Trailer ziemlich kurz und die Kämpfe nur angeschnitten sind. Oh Sylvester, warum willst Du mir das antun?

Aber die erste Überraschung war die gestrige morgentliche Ausführung des Filmkritikers meines Vetrauens. In seiner emotional überschwenglichen Art lobte Hans-Ulrich Pönack diesen Film über alle Maßen und vergab (was er sehr, sehr, sehr selten tut) die Maximalpunktzahl von 5 Pönis für diesen Film.
Was mich aber endgültig aus der Bahn warf und meinen Vorsatz, diesen Film auf keinen Fall zu sehen, doch arg ins schwanken bringt, war die offensichtliche Begeisterung meines Sohnes, der den Film gestern Abend gesehen hat. Diese bezog sich nicht auf die durchchoreografierten Boxkämpfe, sondern auf die Vater-Sohn-Dialoge. O-SMS…

Suuperklasse Film!!! Unbedingt anschauen (schon wegen der Vater-Sohn-Dialoge) Ich bin begeistert, obwohl der Kampf nur ein Drittel des Films ausmacht. Pädagogisch wertvoll!

Hallo….. habe ich da etwas nicht mitbekommen? Schon alleine um zu ergründen, was mein Sohn für pädagogisch wertvoll erachtet, werde ich ihn mir nun doch anschauen. In diesem Sinne…

Adrienne…..ADRIENNNNE

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