Blut ist dicker als Wasser…

…sagt der Volksmund. Und rein physikalisch betrachtet mag dies auch stimmen. In seinem eigentlichen Sinn soll der Spruch ausdrücken, dass jede Verwandschaft stärker bindet als alles andere. Möglicherweise oder ganz bestimmt trifft das auch in den meisten Fällen zu, aber eben nicht in allen.


Was ist nun aber wenn man sich über Jahre nicht sieht, nur rudimentär etwas vom anderen mitbekommt. Klar man weiß da ist jemand, zu dem man sich, rein biologisch gesehen, zugehörig fühlt. Man hat ein verständliches Interesse an dem Sein des Anderen. Aber was bleibt nach einem unverhofften Treffen, wenn die Vergangenheit verbal aufgearbeitet wurde, man sich darüber hinaus eigentlich aber nichts weiter zu sagen hat, da es bis auf den Austausch von Banknoten und die Verständigung über den Transfer derselben keine gemeinsame Gegenwart und Zukunft gibt?

In meinem Fall – befriedigte Neugier, wieder mal Post vom Jugendamt und das damit verbundene Unverständnis über gesetzliche Berechnungsmethoden, das Kopf zerbrechen darüber, wen ich eigentlich um Rat und Hilfe bitten kann, das Begraben von eigenen Zukunftswünschen und Träumen mit dem jetzigen Partner….ja auch Wut und Zorn und nicht zu letzt ein Satz:

„Vielleicht sieht man sich ja mal wieder – irgendwann.“

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