MODOMOTO vs. Outfittery – Ein Männershoppingselbstversuch der etwas anderen Art

Ich bin ein Mann. Und Männer haben keine Zeit und keine Lust zum shoppen. So weit zumindest die verbreitete Meinung und die Philosophie der Berliner Startups „Modomoto“ und „Outfittery„. Natürlich drücken dies die Betreiberinnen von Modomoto wesentlich eleganter aus:

Shopping frisst unsere Zeit, ist oft anstrengend und alles andere als effektiv. Modomoto ist angetreten mit einer simplen Idee: Es muss für Männer einen besseren Weg geben, einfach gute Kleidung zu finden.

oder wie es Outfittery treffend umschreibt:

OUTFITTERY startete mit einer klaren Mission – Männer von der stressigen und zeitraubenden Last des Kleidungskaufs zu befreien.

Inwiefern man nun als Mann shoppen stressig und zeitraubend empfindet, muss jeder selbst für sich entscheiden. Fakt ist, dass es einigen mit Sicherheit schwer fällt, stilsicher das richtige Outfit zusammen zu stellen.

Beide Plattformen agieren ausschließlich über eine Internetplattform (und Telefon, aber dazu später mehr). Das spart teure Ladenlokale und ist aus meiner Sicht die eigentliche Finanzierungsidee. Eingekauft wird höchstwahrscheinlich beim Hersteller oder entsprechenden Zwischenhändlern. Die ausnahmslos hochwertigen und damit nicht gerade preiswerten Klamotten werden dann aber zum Ladenpreis vertickt.

Anmeldung

Was trägt man an einem normalen Samstag?

Was trägt man an einem normalen Samstag?

Die eigentliche Anmeldung ist bei beiden Plattformen im Grunde ziemlich simpel und sehr gut geführt. Nach Fragen zum Kleidungsstil, Farben, Mustern und Krägen bei Hemden, sowie weitereren ähnliche Angaben für T-shirts, Pullovern, Hosen und Schuhe ist man bei Modomoto auch schon durch. Vorausgesetzt man hat seine Maße im Kopf und weiß auch, dass es manchmal des Hemd in der XL und nicht in der L sein sollte.
Outfittery löst das im ersten Schritt etwas spielerischer und bringt auch Fragen rein, die auf den ersten Blick vielleicht nicht so viel mit Kleidung zu tun haben, aber auf den Zweiten schon einen kleinen Einblick in das kleidungstechnische Ticken des Kunden zulassen. Hinzu kommen Fragen zur Kleidung die man im Beruf trägt, zur Haarfarbe und welche Marken man ehesten in die Tüte packen würde. Schön fand ich auch die Frage: „Wie alt fühlen Sie sich?“

Während man bei Modomoto bereits am Anfang der Fragen seine zukünften Anmeldedaten angeben muss und damit bereits am Ende registriert ist, werden diese bei Outfittery erst am Ende der zu beantwortenden Fragen abverlangt, so dass man die Fragen erst einmal unverbindlich durchspielen kann. Was mir bei Outfittery besonders gut gefallen hat, war die „Zuweisung“ einer persönlichen Stylistin mit Bild und Name, die aufgrund meiner vorher getätigten Angaben am besten zu mir passt.

Nach Abschluss der Fragerunde fragt Modomoto gleich nach dem Bedarf und möchte mir sofort ein Paket zuschicken (was ja grundsätzlich nichts verwerfliches ist, dazu habe ich mich ja gerade angemeldet ). Outfittery löst das aus meinen Augen etwas eleganter, indem versucht wird eine größere Bindung zu mir aufzubauen. Unabhängig von der zugewiesenen persönlichen Stylistin, erhalte ich nach erfolgreicher Anmeldung die Möglichkeit, meine eingangs gewählten Antworten noch weiter zu verfeinern, um eine bessere Auswahl durch die Stylistin zu ermöglichen. Und man bietet mir vorrangig ein kurzes Telefonat an, um in einem persönlichen Gespräch noch besser auf mich eingehen zu können. Das macht Modomoto auch, aber nicht so schön wie Outfittery und immer nur am Rande mit kleinen Links, so dass ich nur bei Outfittery dem Gespräch zugestimmt habe (was im übrigen toll war und sehr unterhaltsam).

Was ich leider bei Beiden nicht gefunden habe, war die Möglichkeit seinen Account auch wieder zu löschen oder die anfänglich hinterlegten Angaben zu Kleidergrößen verändern zu können – ärgerlich, denn wer hat schon dauerhaft im dieselbe Größe.

Lieferung

Sind alle Fragen geklärt, kann man sich eine entsprechende Box mit ausgewählten Kleidungsstücken zusenden lassen. Ausgewählt heißt in diesem Fall, dass ich angebe, ob ich gerade ein Hemd mit Pullover und Schuhen benötige. Zusätzlich kann ein entsprechender Preisrahmen für die Lieferung angegeben werden. Jedenfalls theoretisch, denn leider sind zumindest bei der Erstlieferung meine Angaben völlig wurscht gewesen. Ich habe beispielsweise eine Hose bekommen, obwohl ich diese gar nicht als „Bedarf“ angegeben hatte. Auch der Preisrahmen wurde nicht mal annähernd eingehalten. Hört sich jetzt erst einmal schlimmer an als es ist, denn alles kann natürlich kostenfrei zurück gesandt werden.

In dem Telefonat mit Tatjana von Outfittery habe ich dann den durchaus nachvollziehbaren Grund erfahren. Gerade bei der ersten Lieferung versucht man ja auch heraus zu finden, wie der Kunde tickt und verschickt lieber erst einmal ein bis zwei vollständig zusammen gestellte Outfits. Um das zu erfahren, muss aber das entsprechende Telefonat führen. Ein Hinweis bei Erstbestellung der Box wäre sicherlich hilfreich.

Beide Boxen waren nicht länger als 1 Woche unterwegs, vom Tag der Bestellung an. Von beiden Unternehmen wurde ich regelmäßig per Mail auf eine sehr sympatische Art und Weise über die Lieferung auf dem Laufenden gehalten. Beide Pakete waren sehr gut verpackt, wobei Outfittery hier noch einen oben drauf setzt – der Versandkarton ist optisch wie ein kleiner Koffer gestaltet. Das Auge packt ja schließlich mit aus. Beide Kartons hatten einen Griff zum besseren Transport.

Auspacken

Das Auspacken war in beiden Fällen ein Erlebnis. Da man nicht weiß, was sich die Stylistinnen für einen haben einfallen lassen, ist es ja schon ein bisschen wie Weihnachten oder noch besser ein Überraschungsei für Männer ohne Schokolade. Bei dem Inhalt haben sich Beide keine Blöße gegeben. Toll verpackt, jedes Outfit wird mit einem Band bzw. Schnur zusammen gepackt, Hemden werden in den Pullover gesteckt, um gleich eine entsprechende Wirkung zu erzielen.

Was mir richtig gut gefallen hat, von Beiden habe ich eine handgeschriebene persönliche Karte erhalten, die zum Teil auch noch Tipps enthielt, wie man die Outfits miteinander kombinieren kann – super.

Über Mode lässt sich nicht streiten. Im Endeffekt muss jeder selber entscheiden was er gut findet oder nicht. In meinem Fall waren sowohl Sachen dabei, die mir auch im Laden ins Auge gesprungen wären, als auch Klamotten, die ich normalerweise niemals anprobiert hätte und dann behalten habe, weil es toll aussah (sagt auch meine Frau ).

Nachbereitung & Fazit

Was man nicht behalten möchte, schickt man einfach kostenfrei wieder zurück. Erst danach erhält man die entsprechende Rechnung und kann überweisen.

Klar … die nächste Box ruft und da macht es natürlich mehr als Sinn, aktiv am Kunden dran zu bleiben. Auch wenn das mit Sicherheit der Hintergrund ist, hatte ich nie das Gefühl, dass ich aus diesem Grund weiterhin kontaktiert wurde. Es ging um Feedback zu den zugesandten Sachen, auch Kritik wurde wohlwollend aufgenommen. Jede Mail war sehr persönlich geschrieben. Ich hatte das Gefühl, man kümmert sich um mich.

Insgesamt haben sich beide Unternehmen keine Blöße gegeben und ich kann diese Erfahrung des Einkaufens für Männer (ja liebe Frauen, das gibts derzeit nur für Männer) nur empfehlen. Outfittery war für meine Begriffe ein Tick weiter vorn. Die Fragestellungen waren etwas ausgefeilter, die persönlich zugewiesene Stylistin mit Bild – schöne Idee, der Kofferkarton … und eine Freundschaftsanfrage „meiner“ Stylistin auf Facebook (Jede Stylistin hat im Namen von Outfittery ein Profil bei Facebook und sendet an ihre neuen Kunden angekündigt eine Freundschaftsanfrage, die man annehmen kann um noch schneller Infos und Kontakt zu bekommen. Aus Sicht der FB-Nutzungsbedingungen zwar nicht zulässig, aber trotzdem ne nette Idee.).

Schade finde ich, dass es keine Möglichkeit gibt online die im Account hinterlegten Daten zu verändern. Aber möglicherweise ist dies ja mit Bedacht „weggelassen“ worden, um am Ende doch zu einem persönlichen Gespräch per Telefon zu kommen.

Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und ich werd ebei Bedarf wohl wieder einen Überraschungskarton ordern – bei Beiden.

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32 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Vorausgesetzt man hat seine Maße im Kopf und weiß auch, dass es manchmal des Hemd in der XL und nicht in der L sein sollte.“

    Gerade das finde ich schwierig, ändert sich doch auch von Saison zu Saison. Bieten die beiden Anbieter auch an ein Teil in verschiedenen Größen zu schicken?

    Noch eine Frage: Wie gut passten die Outfits in die Jahreszeit? War das angepasst?

    D&G

    AG

    • Es gibt entsprechende Hilfen, um die eigenen Größen feststellen zu können, sofern man diese nicht im Kopf hat. Problematisch finde ich es, dass man die ursprünglich festgelegten Größen online nicht ändern kann. Gerade, wie Du richtig festgestellt hast, da sich ja die Größen innerhalb eines längeren Zeitraums auch mal ändern können. Aber da beide Unternehmen die telefonische Beratung durch Deinen persönlichen Styleberater anbieten, ist eine telefonische Größenänderung sicherlich möglich.

      Die Auswahl, sich bei einer Bestellung zu einem Produkt mehrere Größen zusenden zu lassen, gibt es online nicht. Aber auch das kann man sicherlich telefonisch abstimmen. Gerade wenn man sich größentechnisch unsicher ist, ist eine Telefonberatung sicherlich angebracht. Mein Telefonat war zumindest bei Outfittery sehr nett und hat Spaß gemacht.

      Alle zugesandten Outfits passten sehr gut zur entsprechenden Jahreszeit. Pauschal kann ich sagen, dass ich am Ende mehr behalten habe, als ich eigentlich wollte.

    • Hallo Alex,
      schön dass Dir der Artikel gefallen hat. Gerade die Marken und Preise habe ich bewusst etwas außen vor gelassen.

      Das Grundprinzip ist ja, dass man vorab nicht weiß, was in seinem „Überraschungsei“ drin ist. Grundsätzlich sind alle etwas höherpreisigen Marken vorstellbar. Eine Box kann, da gerade beim ersten Mal zwei vollständige Outfits dabei sind, schnell zwischen 800 und 1.000 Euro Wert sein. Am Ende entscheidest Du selber, was Du behalten möchtest.

      Bei Outfittery wirst Du im Laufe des Bestellprozesses auch nach Deinen Lieblingsmarken gefragt. In meiner Box waren beispielsweise Klamotten von Tiger, Scotch & Soda, Strellson und Bugatti drin.

      Am Ende habe ich bei Modomoto Sachen im Wert von ca. 300 Euro und bei Outfittery im Wert von ca. 250 Euro behalten

  2. Danke für den Vergleich, bei dem beide ja doch ähnlich auf liegen. Ich glaube, Outfittery ist das Original und Modomoto ein Klon, oder? Insofern werde ich in den nächsten Tagen mal Outfittery testen. Habe nur „Angst“, dass man mehr behält als man will, wie Du – und viele andere – ja bestätigen.

    Ansonsten eine sehr spannende Sache mit einem tollen Servicegedanken. Deutschland ist da immer noch Entwicklungsland und viele Leute suchen an derartigen Diensten erst mal Negatives.

  3. Ah, ein kleiner Nachtrag. Das Manager-Magazin berichtet: Modomoto wurde im Oktober 2011 gegründet, Outfittery ging im April 2012 online. Wobei Gründung und Launch natürlich ein Unterschied ist und damit beide wohl gleichzeitig die Idee zum Personal Shopping hatten?

  4. Also, mir stellt sich das so dar, als sei das eine mitttelprächtige Boutique für zu Hause, mit 0-8/15 Klamotten, kein Pfiff…

    Bei mir liegt der Fall folgendermaßen:

    Ich habe überhaupt keine Ahnung, was mein Stil ist, aber ich tendiere zu ausgefallenen Farben und Stoffen (wie zB. goldene Samthose). Also Sachen die ich eben nicht in 0-8/15 Läden in der Stadt erhalte.

    Ich mag keine ordinären Hemden, keine Knöpfe, keine Accessoires, kein Schickschack, …….und dann soll alles noch wesentlich günstiger sein als in Hamburg in der Edelboutique…

    Brauch ich mich da überhaupt anmelden…?

    Danke fürs Zuhören…

    Paul

    • Hallo Paul,
      danke für Deine Anmerkungen.

      Grundsätzlich bekommst Du nach der Anmeldung gar keine Klamotten zu sehen und bis das Paket bei Dir zu Hause ist, weiß man auch nicht was drin ist.
      Ob die Klamotten Pfiff haben ist ja immer eine persönliche Ansichtssache, auch „ausgefallen“ definiert jeder anders. 08/15 sind sie aber auf keinen Fall – zumindest aus meiner Sicht.

      Im Grunde haben sich ja die Mädels zusammen getan, um Männern, die keinen Bock oder keine Zeit zum „shoppen“ haben oder überhaupt nicht wissen, was ihnen steht, unter die Arme zu greifen. Man bekommt eben auch mal Klamotten zugeschickt, die man sonst gar nicht auf dem Schirm hat und probiert mal etwas anderes aus – so ging es mir zumindest.

      Aus Deinem Kommentar entnehme ich, dass Du ganz genau weißt, was Dein Schick ist bzw. Dein „Stil“ (auch wenn Du der Meinung bist, dass Du keinen hast ).

      Eigentlich gibt es nur 2 Möglichkeiten:
      Entweder Du probierst es aus. Eine Anmeldung kostet nichts und im Zweifelsfall kann man alles kostenfrei wieder zurück schicken. Ich würde Dir dann aber ein Telefonat mit den wirklich netten Mädels empfehlen, denn dann kannst Du ganz klar sagen, was Du möchtest oder eben nicht. Vielleicht stellt man ja schon im Telefonat fest, dass man nicht zueinander passt.

      Oder Du verzichtest auf den Service, da Du ja eigentlich ganz genau weißt, was Du willst oder eben nicht.

      Preislich gesehen sind die Sachen aber zum Teil schon etwas weiter oben angesiedelt.

      Solltest Du es ausprobieren wünsche ich Dir auf jeden Fall viel Erfolg.

  5. Danke, Stephan,
    …für die klärende Einschätzung.

    Es wird einen Versuch geben müssen, bevor ich das 08-15 hier bewerten kann.

    Von all den Klamotten- Photos her, die ich bei Euch und anderswo im Netz bei den beiden Anbietern gesehen habe, fand ich kein einziges Teil nach meinem Geschmack: 08/15 von den Farben her und auch von der Mode her (solche Marken sind für mich keine Modemacher).

    Deshalb, und weil Du mir Angst gemacht hast mit der Aussage, eine Abmeldung sei nicht vorgesehen (verstößt gegen das Datenschutz Gesetz), habe ich eigentlich mangels Erfolgsaussichten keine große Lust auf diesen Versuch.

    Nochmals vielen Dank.

    Ich werde in mich gehen…

    • Kein Thema Paul … sehr gern.

      Und denk dran … Mode ist das, was einem steht und nicht, was anderen gefällt.

      In diesem Sinne Dir ein schönes Wochenende.

  6. Hi,
    habe gerade mal bei Outfittery die Anmeldung durchgespielt. Aber der Styleberater ändert sich bei gleichen Angaben trotzdem beim zweiten Versuch. Ob es also wirklich die Person zusammenstellt, wage ich zu bezweifeln.

    LG,
    Andre

    • Hi Andre,
      ganz entkräften kann ich Deine Feststellung nicht. Ich kann nur so viel sagen, dass ich meine Styleberaterin (und die anderen) bei einem Besuch bei Outfittery persönlich kennengelernt habe und sie auch ganz konkret auf meine per Mail, per Facebook und per Telefon geäußerten Wünsche eingegangen ist.

      Den Aufwand, erst jemanden zwischenzuschalten, der mit Dir kommuniziert und Deine Wünsche an jemanden weitergibt, halte ich für inakzeptabel. Ich gehe mal davon aus, dass möglicherweise jemand anderes das Paket am Ende packt, das ist aber sicherlich der mittlerweile aufkommenden Menge und der notwendigen Logistik geschuldet.

      Aber frag die Mädels doch einfach mal selbst.

      LG Stephan

  7. Hallo! Mein Freund hat heute eine Box von Modomoto erhalten und ich muss sagen die Kleidungsstücke sind klasse. Sie sehen toll aus und haben auch eine sehr gute Qualität. Auch sein Stil ist perfekt getroffen. Schade, dass es solche zusammengestellten Kleiderboxen nicht auch für Frauen gibt. Ich würde sie sofort bestellen.

    • Hallo Karoline,
      na das hört sich richtig gut an. Für Männer ist das Prinzip perfekt, da diese pragmatischer an den Kauf von Klamotten herangehen.

      Aber mal ganz ehrlich. Ich glaube nicht, dass das Geschäftsmodell für Frauen funktionieren würde. Ich denke, dass Frauen sehr gern shoppen gehen und sich das auch nicht nehmen lassen würden. Ungleich schwieriger ist es sicherlich den entsprechenden Stil einer Frau mit einer „Überraschungsbox“ zu treffen (hierbei gehe ich davon aus, dass Frauen, die diesen Dienst nutzen würden, bereits einen haben ), geschweige denn einen zu erzeugen oder zu ändern.

    • Hallo Karoline!

      Es gibt dieses System auch für Frauen: http://www.kisura.de

      Ich läuft so ähnlich ab, nur dass du die Sachen, die für dich ausgesucht werden, vorher angucken kannst und dann entscheidest, ob du diese überhaupt zugeschickt haben möchtest.
      Ich habe mich Donnerstag angemeldet, Freitag mit der Stylistin telefoniert (sehr sympathisch) und auch Freitag nachmittag schon 2 Outfits zusammengestellt bekommen. Die Preise liegen alle zwischen 40 und 70€ und gefallen mir vom Bild her sehr gut. Ich bin schon sehr auf das Paket gespannt:-)

  8. Ahoi Stephan,
    ich finde Deinen Bericht wirklich gut, besonders weil Du fair und sachlich geblieben bist, was bei einem doch etwas „heikelem“ Thema wie Geschmack und Mode ja nicht immer leicht fällt…
    Habe es mit Vernügen geslesen…

    Voll des Lobes erlaube ich mir aber zu bemerken das sicherlich nicht alle
    “ …Frauen sehr gern shoppen gehen und sich das auch nicht nehmen lassen würden…“
    wie Du am 4.Jan schreibst.
    Das ist meiner Erfahrung nach eine ähnlich „..weit verbreitete Meinung..“ sprich Vorurteil
    wie jenes über männliche „Shoppingmuffel“ aus dem Opener Deines Artikels…
    Werte Grüße
    Christian (call me a nerd, can´t help it)

    • Salve Christian,
      vielen Dank für Deine netten Worte. Hat mich sehr gefreut.

      Der „Bericht“ fußt ja auf einem persönlichen Shoppingversuch und spiegelt meine Erfahrungen bei den jeweiligen Bestellungen wider. Und wenn es schlecht gelaufen wäre, hätte ich das auch geschrieben. Einige Kritikpunkte sind ja dabei.

      Ich gebe zu, dass bei meinem Kommentar einiges an Schubladendenken dabei ist. Trotzdem glaube ich nicht, dass die Geschäftsidee für Frauen genauso gut funktionieren würde, wie bei den Männern. Sicherlich wären einige Frauen begeistert und würden das Angebot nutzen, wie Karoline ja schon geschrieben hat. Es käme auf einen Versuch drauf an. Vielleicht findet sich ja jemand, der das Risiko wagt.

      Übrigens war ich bei Outfittery und durfte mir dort alles anschauen und ein Feedbackgespräch mit den Gründerinnen führen. Dort kam genau diese Frage auch hoch – Warum nur für Männer und nicht auch für Frauen? Die Aussage war, dass nach einer entsprechenden Marktanalyse der Markt dafür (noch) nicht vorhanden sei. Aber wer weiß …. hab gerade meine Frau mal gefragt und die würde es auch ausprobieren.

      Grüße zurück und ein tolles Shoppingjahr 2014
      Man liest sich
      Stephan

  9. Das Problem bei modomoto ist, dass die Klamotten total überteuert sind
    sind. Es ist mit klar, dass jede Firma Geld verdienen will. In meiner Box war eine sehr schöne Marc O Polo Jacke enthalten. Diese sollte 179 Euro kosten
    kosten. Kam mir gleich sehr teuer vor. Bei Amazon geschaut, selbe Jacke kostet 73 Euro. Das ist dann schon krass. Heißt entweder, dass mm veraltete Stücke zu sehr teuren Preisen verkauft, oder schlicht sehr übertreibt. Aber immerhin kann man sich gut orientieren was einem steht und dann ja immernoch schauen, ob man die Sachen irgendwo günstiger bekommt.
    übertreib
    Eu

  10. Hallo,
    Modomoto ist absoluter Wucher!!!
    Weiss gar nicht, ob das so rechtens ist. JEDES Teil der 2 zugesandten Outfits war im Internet für mindestens den halben Preis zu haben!!!

  11. Hallo luke, hallo damian,

    vielen Dank für Eure Kommentare.
    Jetzt kenne ich natürlich das Verdienstmodell von Modomoto nicht. Um ehrlich zu sein, habe ich die Preise der Sachen nach Zusendung nicht im Internet überprüft, da sie mir grundsätzlich schlüssig erschienen. Selbst für einen Aufpreis würde ich Verständnis haben, da ja irgendwo auch ein Erlös da sein muss. Ich denke auch dass es normal ist, wenn es jemanden gibt der preiswerter ist – aber ob in Einzelfällen gleich so ein Riesenpreisunterschied normal oder vertretbar ist, wage ich mal zu bezweifeln.

    Habt ihr mal mit Modomoto dahingehend gesprochen und wenn ja, was war die Antwort?

    Ich bin bis dato davon ausgegangen, dass auch Modomoto wie ein Händler ab Werk einkauft und dann mit einer normalen Marge weiterverkauft.

  12. Ich habe was mir gefallen hat einfach im Internet gesucht und dann wo anders (Amazon) bestellt. Mehr als 50% billiger. Ich meine ein bisschen teurer wäre okay für die Auswahl und Service, bzw den Ruckversand usw der ja auch kalkuliert werden muss. Aber das ist schon sehr übertrieben.

    Habe aus Interesse letzte Woche noch Outfittery getestet, da war der Unterschied wesentlich geringer und.die Sachen haben mir auch besser gefallen. Aber das muss jeder für sich rauschenden. Der Preisunterschied lag.zwischen Outfittery und Internet im Schnitt bei maximal 20€. Das halte ich für vertretbar…

    Greets

  13. Ich gebe solchen Diensten langfristig kaum eine Chance. Die Frage nach dem „warum“ beantwortet sich, wenn man einige Kommentare hier liest. Es wird bei den meisten darauf hinauslaufen, dass man sich diese personalintensive und persönliche Dienstleistung gerne gönnt, sich die Klamotten raussucht, die einem passen und es dann beim Kistenschieber „Amazon“ bestellt. Natürlich ist das absolut legitim, bedeutet aber für den Anbieter, dass er nicht überleben wird.

    • Sofern die Dienste zu fett drauf schlagen, wie offensichtlich teilweise bei Modomoto geschehen, gebe ich Dir durchaus Recht. Aber pauschal würde ich das nicht unbedingt behaupten. Sofern der Aufschlag moderat und aufgrund des Services erklärbar ist – Leben und Leben lassen. Es wird sicherlich in Einzelfällen so sein, aber ich denke, dass die Masse nicht so agieren wird. Durch die Stylistin wird ja auch eine persönliche Bindung aufgebaut.

      Mittlerweile nutzen bei Outfittery wohl ca. 100.000 Kunden den Service und mit Highland Capital Partners gibt es einen neuen Investor, der 13 Millionen Euro in das Startup gepumpt hat. Nach vorzeitigem Ableben hört sich das nicht unbedingt an.

      Aber auch ich bin gespannt, ob sich das Geschäftsmodell in seiner jetzigen Form auf Dauer halten wird, zumal Outfittery als Grundstein für seinen Erfolg den persönlichen Service und die kompromisslose Kundenorientierung angibt.

      Ich hab die Mädels kennengelernt – verdient hätten sie es.

  14. Ich habe der Neugier halber bei beiden eine Box bestellt. Bei Modomoto habe ich von der Möglichkeit eines persönlichen Besuchs Gebrauch gemacht.

    Mein Fazit wird beiden nicht schmecken: Wenn man als Mann gut angezogen sein möchte, gibt es nur zwei Möglichkeiten:

    1. Der Gang zu einem erfahrenen Herrenausstatter, oder

    2. wenn man Wert auf einen günstigen Preis legt: Vorabinformation über aktuelle Outfits in Schaufenstern, Modeblogs oder Zeitschriften, und dann ein Modekaufhaus oder Modediscounter aufsuchen und selbst anprobieren.

    • Hallo Nataniel,

      danke für Deinen Kommentar. So schwarz / weiß würde ich es nicht formulieren. Der Markt dafür scheint zumindest da zu sein. Für den Einen passt es, für den anderen halt nicht.

      Mich würde aber mal Deine Erfahrung zum persönlichen Besuch bei MODOMOTO interessieren.

      Gruß Stephan

  15. Hallo,

    ich habe letzte Woche bei beiden Anbietern bestellt und sehnsüchtig auf die Boxen gewartet. Seit dem Bericht scheint sich einiges getan zu haben so bekommt man z.B. beide Pakete im Stil eines Koffers. Größen kann man Online jederzeit ändern und auf der Homepage von Modomota kann man auch das Gesicht hinter der „Zusammenstellung“ ansehen.

    Bei Outfittery ist mir aufgefallen, dass bei der Erstbestellung überhaupt nicht auf meine Angaben eingegangen worden ist. Alles war 1 – 2 Nummern zu klein und es waren auch keine aufeinander abgestimmten Outfits. Anders bei Modomota. Hier gab es zwei komplette Outfits.

    Leider war der „Emailverkehr“ etwas zäh. Ich hatte vor und nach dem Erhalt der Pakete eine Email mit Angaben zu mir und meiner Statur geschickt. Auch ein Bild habe ich vorab gesendet. Ein Telefongespräch gab es bei beiden nicht, weil die Wartezeit bei Outfittery bei über einer Woche gelegen hätte (da ich Nachmittags um 14 Uhr leider keine Zeit habe zu telefonieren).
    Die Angaben in der Email wurde bei Outfittery komplett ignoriert. Ich bin eher dick und bekam Klamotten in „Slim Fit“. Bei Motomota wurde darauf eingegangen und alles hat gepasst. Leider bekam ich hier nicht so nette Emails wie bei Outfittery. Die Anfrage bei Facebook scheint es nicht mehr zu geben – ich habe bisher leider keine bekommen. Leider habe ich auch bemerkt, dass Outfittery mit vielen Standartemails arbeitet die sich teilweise überschneiden. So habe ich z.B. eine Email an meine Beraterin geschrieben und nach dem Termin des Paketes gefragt. Sie sagte sie stellt es in den nächsten Tagen zusammen. Am nächsten Tag war es dann bei mir – da die Antwort auf meine Email Abends kam und am nächsten Morgen das Paket da war, kann es nicht von der gleichen Person gepackt worden sein, die mir die Email geschrieben hat.

    Bei Outfittery kann ich aufgrund der zu kleinen Artikel nichts behalten, gebe ihnen aber noch einmal eine Chance mit den jetzigen Informationen eine bessere Wahl zu treffen. Bei Modomota hat tatsächlich alles gepasst und die hatten Sachen im Paket, die ich sonst nie anprobiert hätte. Auf der handgeschriebenen Email wurde noch auf mein „Hosenproblem“ eingegangen und die beiliegenden Hosen gaben zwei verschiedene „Problemlösungen“ (zwei der Hosen konnte ich in der Höhe des Bauchnabels tragen und zwei waren für „unter“ dem Bauch gedacht.

    Die Preise waren bei beiden Anbietern ähnlich (hier schient Modomota entweder reduziert zu haben oder ich habe ein anderes Preisempfinden als manche „Vorredner“. Ich bin auch bereit für den Service einen Aufpreis zu zahlen. Ich halte nichts davon mich in einem Laden beraten zu lassen, mir etwas zuschicken zu lassen um dann bei einem anderen Anbieter einzukaufen der diesen Service nicht bietet.

    Ich suche tatsächlich einen Rundumservice, achte nicht auf jeden Cent und fühle mich bei beiden Systemen aufgehoben. Die Klamottenauswahl gefiel mir bei Modomota besser (und auch die Verpackung und Zusammenstellung). Outfittery pflegt den Kontakt besser, leider in meinem Fall mit ein paar (sehr nett geschriebenen) Emails zuviel.

    Soweit meine Erfahrungen. Danke nochmal für den Artikel …

    Gruß

    Markus

  16. Ich hab gerade meine erste Outfittery Box bekommen und muss sagen, das war genau das was ich am Telefon gesagt habe. Von den beiden Outfits passt eines so gut, das es meiner Frau ein „wow“ abgerungen hat. Die Größen waren alle genauso wie ich es Online angegeben habe und ziemlich passgenau.

    Nur die Schuhe ware nicht so meines, aber von zwei Outfits werde ich eines komplett behalten. Alles was sie mir geschickt haben war außerdem recht hochwertig, gute Materialen wie Merino Wolle, ein fair gehandeltes T-Shirt etc.

    Gesetzt den Fall das hier wirklich ein Style Berater die Sachen zusammen stellt, kann ich mir aber vorstellen das man da Glück & Pech haben kann. Wenn die schnell wachsen wird es schwierig sein die Qualität beim Personal aufrecht zu halten.

    Interessant wäre ob die nächste Box bei Dir besser ist Markus, wenn Du das Feedback gibst die Sachen habe nicht gepasst.

    Ausprobieren lohnt sich aber auf jeden Fall würde ich sagen, wenn es einem gar nicht gefällt pappt man halt den Kleber drauf und bringt die Box wieder zur Post.

    • Danke für Deinen Beitrag Florian.

      Du hast es eigentlich gut auf den Punkt gebracht. Das Schöne ist ja, dass man eigentlich gar nicht so richtig weiß, was einen erwartet – Überraschungsei-Effekt

      Und eigentlich kann man ja nichts falsch machen. Im Zweifelsfall Zettel drauf und zurück. Aber wenn dann noch ein vollständiges Outfit sowohl bei Dir, als auch bei Deiner Frau auf Gegenliebe stößt – läuft. Dadurch, dass man ja dauerhaft denselben Styleberater hat, „lernt“ dieser ja anhand Deiner Retoure und der Gespräche die man führt dazu. Dass die erste Box immer ein bisschen auch ein Glücksspiel sein kann, liegt auf der Hand.

      Schau mal von wann mein Artikel ist. Die sind schon richtig gewachsen und haben mittlerweile auch einiges verändert. Sprich, viele Kritikpunkte aus meinem Artikel sind mittlerweile Vergangenheit. Ich hatte damals auch Bedenken, weil anfänglich alles so „familiär“ wirkt. Aus meiner Erfahrung wurde davon aber nichts eingebüßt.

      Kleiner Tipp: Wenn Du aus Berlin bist, dann mach mal nen Termin im Fitting-Room. Da kann man sich dann auch anschauen, wie alles abläuft – echt interessant.

      Gruß Stephan

  17. Meine Erfahrungen mit MODOMOTO sind leider durchweg negativ. Zunächst habe ich entgegen meinem Briefing unpassende Kleidungsstücke erhalten. Von 17 Artikeln habe ich 3 Artikel dann behalten. Die Qualität einer Hose war so schlecht, daß sich das Label nach dem ersten Waschgang ablöste. MODOMOTO weigert sich Ersatz zu liefern und besteht auf das Storno des Kaufes. Der Kundenservice scheint mit Textbausteinen zu arbeiten und nicht wirklich auf die Wünsche seiner Kunden eingehen zu wollen. Für mich wird es keine Wiederholung geben. Alles in allem eine sehr ärgerliche Erfahrung mit diesem Unternehmen.

  18. Outfittery überzeugt mit persönlichem Service und einigen guten Kombinationen. Bei den Preisen hat aber http://dressbutler.com klar die Nase vorn. Weshalb ich nun doch lieber bei zweiteren Einkaufe. Auch weil die Outfits vorher online einsehbar sind und ich auch ganz gezielt einzelne Artikel an – und abwählen kann. Außerdem kann meine Freundin gleich mitshoppen

    • Ich finde ja, dass gerade das Nichtwissen um den Inhalt einer Box, den Charme des Ganzen ausmacht.

      Mittlerweile ist es aber bei OUTFITTERY auch so, dass man einen „personifizierten“ Link mit Empfehlungen seines Stylisten zugeschickt bekommt, Kleidungsstücke einsehen und entsprechend abwählen kann. Heißt aber nicht, dass man genau diese bekommt, aber etwas in diesem Stil.

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