Sie haben gewonnen …

Wer hat diese Floskel noch nicht am Telefon gehört, obwohl er gar nicht an einem Preisausschreiben oder anders gearteten Gewinnspielen teilgenommen hat. Beliebt sind auch sogenannte Produkt- oder Stimmungsumfragen bzw. man wird ganz unverblümt mit der Bewerbung eines Produktes konfrontiert.


Aber eines haben diese Anrufe, egal ob von menschlicher oder maschineller (Bots) Seite initiiert, gemeinsam – sie NERVEN, sind UNERWÜNSCHT und in Form einer sogenannten Kaltaquise ILLEGAL.

Mittlerweile hat das Amtsgericht Hamburg festgestellt, dass auch Telefonanrufe zu Marktforschungszwecken rechtswidrig sind.

Was kann man nun aber, unabhängig davon, dass an den Grenzen der Legalität operiert wird, dagegen tun? Klar man kann

  • einfach auflegen.
  • den Callcenteragenten anschreien und verlangen diese Anrufe zukünftig zu unterlassen.
  • mit einer Trillerpfeife ins Telefon (wie sagt man eigentlich?) trillern?!
  • das Telefon abschaffen. Oder
  • einfach nicht mehr rangehen.

Aber es gibt auch fantasievolle Leidensgenossen, die den einen oder anderen aufwendigen oder auch leicht umzusetzenden
Vorschlag haben. Und im Zweifelsfall kann man dabei auch noch Spass haben:

  1. Abweisen unbekannter Anrufer (ACR)

    Mit aktiviertem Dienstmerkmal Anonymous Call Rejection (ACR) wird der Verbindungswunsch für kommende Anrufe mit unterdrückter Rufnummerübermittlung (CLIR) vermittlungstechnisch abgewiesen und nicht zum Angerufenen durchgestellt. Der Anrufer erhält dann von der Vermittlungsstelle eine Ansage; im Telekom-Netz beispielsweise „Dieser Anschluss ist aus technischen Gründen vorübergehend nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es später wieder“.

  2. Bei Anrufern ohne Übermittlung der Telefonnummer wird gar nicht erst ran gegangen. Oder
  3. man lässt erst den Anrufbeantworter rangehen und entscheidet dann über abnehmen oder nicht. Diese Variante hat den Charme, dass Eltern und ältere Verwandte wieder mit im Kommunikationsboot sind (wegen der noch vorhandenen analogen Anschlüsse). Dies ist übrigens meine bevorzugte Variante.
  4. Bei einem solchen Marketinganruf schnell die Taste mit der Wartemusik drücken:

    „Lieber Anrufer, leider sind alle meine Wahrnemungskanäle bereits belegt. Sobald ich wieder ein Ohr frei habe, werde ich mich um Ihren Anruf kümmern. Bitte haben Sie etwas Geduld …“

  5. Aber am besten gefällt mir die Variante, den Spieß einfach umzudrehen. Was hält der Anrufer wohl davon, wenn er selber plötzlich der Befragte ist? Für diesen Zweck gibt es das sogenannte „Gegenskript„, welches hier heruntergeladen werden kann.

In diesem Sinne – Viel Spaß beim nächsten Telefonat.

P.S.: Vieleicht habt Ihr ja noch ganz andere Mittel gegen solche Anrufe? Wenn Sie witzig und einfallsreich sind, würde ich sie gern lesen.

VN:F [1.9.20_1166]
War der Beitrag ok? Dann gib ein paar Sterne.
Bewertung: 0.0 / 5 (0 Bewertungen abgegeben)

Schreibe einen Kommentar